24. März 2015

alleMunde stellt „Wir brauchen noch Kaffee und Zucker“ der Öffentlichkeit vor

Dichtgedrängt lauschten am 20. März 2015 rund 60 Gäste der Buchpräsentation mit drei spannenden Vorträgen und 16 Chorsängern im sonnendurchfluteten Veranstaltungsraum bei Lebensräume Gesundheitsdienste in der Herrnstraße 55. Mit „Mein kleiner grüner Kaktus“ von den Comedian Harmonists und weiteren erfrischenden Liedern brachte der erste Offenbacher Inklusionschor „Klanggarten“ unter Leitung von Martin Meding mächtig Schwung in den Nachmittag. Esswerk servierte einen schmackhaften Imbiss und erfrischende Getränke.

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In seinem Grußwort würdigte Dr. Matthias Schulze-Böing, Geschäftsführer der MainArbeit, in Vertretung von Oberbürgermeister Horst Schneider die ökonomischen Leistungen der Menschen in Integrationsfirmen und Tagesstätten. Das neue Buch zeichne „sehr lebendig und eindrucksvoll das Alltagserleben bei Arbeit, Freizeit, Sport und Kultur nach“. Auch Klaus-D. Liedke, Vorsitzender der Stiftung Lebensräume betonte, dass mit dem „Zeitdokument“ ein anderer Blick auf die Menschen geworfen werde, einer der in der fachlichen Alltagsarbeit oft untergehe.

Für den Gastvortrag konnte von der FH Fulda für Soziale Arbeit Prof. Dr. Petra Gromann gewonnen werden. Als Verantwortliche der Lehrgebiete Integration und Begleitung psychisch kranker Menschen forderte sie die Aufhebung der starken Trennlinie von „gesund und krank“ und damit eine neue Sichtweise auf Menschen mit psychischen Erkrankungen. „Im Lehrbetrieb ist es mir wichtig, Studenten für dieses Thema zu begeistern und sich von der anderen Sichtweise der Menschen anstecken zu lassen.“ So könnten sie viel für ihr eigenes Leben lernen.

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Mit drei Praxisportraits schilderte eindrucksvoll Wolfgang Wehrum, Betriebsleiter bei Lebensräume Langen / Neu-Isenburg, im Stenogrammstil eines Sozialarbeiters, wie es durch eine begleitende Sozialarbeit gelingen kann, Menschen in schwierigsten Situationen wieder am Leben teilhaben zu lassen.

Zum Thema „Erfolgreich kommunizieren bei psychischer Erkrankung“ sprach Buchautor und Herausgeber Johann Kneißl von alleMunde. Dazu las er Passagen aus dem Buch vor, ließ betroffene Menschen selbst zu Wort kommen. „Ich habe für meine Mutter, Schwester und Tochter jeweils ein Buch gekauft. Sie sollen sehen, was ich in der Tagesstätte mache und mich so akzeptieren, wie ich bin.“

Lesen Sie mehr dazu im Interview der Offenbach Post vom 21.03.2015 hier.

Das Buch ist erhältlich beim Autor unter 0176 5035 3472 oder Johann.Kneissl@allemunde.de sowie im Buchhandel unter der ISBN 978-3-939537-37-3. Preis: € 16,80